Die elektronische Wagenprüfkarte ermöglicht die Erfassung des Qualitätsstatus eines Fahrzeugs oder Produktes an jedem Arbeitsplatz in der Linie und ersetzt somit eine Prüfkarte auf Papier. MMS bietet mit der Abnahmemaske eine entsprechende Benutzerschnittstelle für den Werker an.

MMS unterscheidet zwischen folgenden Arten von Einträgen:

Die Abnahmemaske stellt zunächst eine Liste aller geplanten Prüfungen für das aktuelle Produkt am aktuellen Arbeitsplatz dar. Diese Prüfungen sind vom Werker oder von angebundenen Anlagen (z.B. einem handgeführten EC-Schrauber) bis zum Ende des Taktes abzuzeichnen. Bei besonders kritischen Prüfungen ist es auch möglich, einen Bandhalt auszulösen, sollte die Prüfung bei Taktende nicht abgezeichnet worden sein. Je nach Szenario kann MMS im Modul iQ (intelligente Qualitätsregelkreise) selbst für die Führungen einer Verbaudokumentation des Produktes verantwortlich sein. In anderen Szenarien wird MMS einem bestehenden Qualitätssystem zuarbeiten und die Daten an dieses System weitergeben, sodass es die Rolle der Shop-Floor Komponente übernimmt. Die elektronische Wagenprüfkarte hat den großen Vorteil, dass erfasste Prüfergebnisse und Fehler unmittelbar im elektronischen System zur Verfügung stehen und Verzögerungen in der Erfassung (z.B. warten, bis das Produkt an einem Takt vorbeikommt, an dem die Wagenbegleitkarte eingescannt wird) vollständig entfallen. Hiermit kann auf Qualitätsmängel sofort reagiert werden. Prozesse, wie inline Nacharbeit oder Nachbestellung von JIS-Teilen, FTC-Ermittlung, 7-Step im RK0 usw. werden durch die elektronische Wagenprüfkarte erst möglich. Als weiterer Vorteil ergibt sich eine hohe Transparenz der Fertigung, da jederzeit klar ist, wer wann an welcher Stelle welche Eingabe vorgenommen hat.