Das kumulative Rückstandslager an der Linie ist ein Prozess, der es ermöglicht, Sequenzabweichungen von JIS-Anlieferungen an der Linie zu verwalten. Dies ist speziell bei Long-Distance JIS sinnvoll, wenn der Lieferant weit vom Werk entfernt ist und deshalb Lieferabrufe mit einem sehr frühen Produktionsschritt erhält, sodass Sequenzabweichungen bis zu dem Zeitpunkt an dem das Fahrzeug in die Endmontage kommt nicht ausgeschlossen werden können.

Wenn ein Fahrzeug in der Abrufsequenz vorhanden war, in der Liniensequenz aber fehlt, so befindet sich überschüssiges Material für dieses Fahrzeug im Sequenzwagen an der Linie. Der Werker wird nun von MMS aufgefordert, das Material aus dem Sequenzwagen zu entnehmen und in ein angegebenes Fach im kumulativen Rückstandslager zu legen, bevor er die Bearbeitung des nächsten Fahrzeuges beginnt.

Wenn das fehlende Fahrzeug zu einem späteren Zeitpunkt auf die Linie kommt, so wird der Werker von MMS aufgefordert, das Material aus dem angegebenen Fach im kumulativen Rückstandslager anstatt aus dem Sequenzwagen zu entnehmen.

Der Prozess kumulatives Rückstandslager setzt eine hohe Prozessgüte voraus, da der Platz an der Linie begrenzt ist. Wenn großflächige Abweichungen auftreten, so muss dies im Logistikbereich gelöst werden.

Die Funktion des kumulativen Rückstandslagers wurde überarbeitet und in einen Werker-Prozess an der Linie verwandelt, der die Abläufe in der Produktion am Takt so gestaltet, dass sie mit der Logistikkette, die Material an den Takt anliefert, harmoniert.