MMS Academy 2013

Kon-Cept Academy: Automotive-IT-Profis im Anwender-Dialog Industrie 4.0, Praktikern kritisch beleuchtet

Überlebens-Sicherung oder Fata Morgana: Produktions- und IT-Manager von Audi, BMW, Magna und KTM diskutierten Zukunfts-Trends der Automobilfertigung bei unserem jährlichen „Academy“-Fachtreffen.

Jeden Autohersteller treibt derzeit die Vision von unendlicher Flexibilität im Automobilbau, im Branchen-Jargon unter dem Motto „Autos bauen in der Garage“ geführt. Das Konzept hinter Industrie 4.0 – also smarte, sicher und integrative Software-Steuerung zur Prozess-Automatisierung, wie sie etwa führend bereits durch unsere innovative Standardsoftware MMS (Manufacturing Management System) realisiert wird – ist die Voraussetzung für diese Vision. Doch die rund 50 TeilnehmerInnen der Academy am 19. Juli 2013 an unserem Unternehmens Standort in Haag (NÖ), darunter Produktions- und IT Manager von Audi, BMW, Magna und KTM, waren sich einig: Zwischen akademischen Zukunfts-Szenarien und Praxis klafft noch eine riesige Lücke. CEO Konrad Klein: „Einerseits steckt in Industrie 4.0 jener Wettbewerbsvorteil, der den Fertigungsstandort Europa gegenüber der globalen Konkurrenz nachhaltig absichern kann. 

Am Fließband mit der Datenbrille

In Workshops und Praxis-Labors erörterten die Academy-Teilnehmer Flexibilitäts- und Profitabilitätsfortschritte, die mit MMS bereits erzielt werden konnten. So bringt die Verwendung von MMS Reduktionen der Nacharbeitsraten im hohen 2-stelligen Bereich bei gleichzeitiger Steigerung der Produktivität. Außerdem wurden Zukunfts – Entwicklungen vorgestellt und diskutiert, beispielsweise die Unterstützung des Werkers am Fließband durch den Einsatz einer Brille mit web-basierter Softwaresteuerung, ähnlich der „Google Glass“: Sie liefert alle Infos zu Timing bzw. Teile-Auswahl im jeweiligen Arbeitsschritt und gewährleistet überdies Fehler-Vermeidung in Echtzeit. CTO Markus Kropik weiß allerdings, warum Autohersteller großen Wert darauf legen müssen, proprietäre oder jedenfalls einwandfrei abgesicherte Systeme für software-basierte Werker-Brillen einzusetzten: „Solche Devices zur Fertigungs- Steuerung integrieren und vernetzen sensible Produktions-Daten – und die füttert kein Hersteller einfach so ins Netz.“

MMS im Praxistest

Zur Abrundung des Gesamtprogrammes wurde ein Modul von MMS auf unterhaltsame Art und Weise den anwesenden Gästen näher gebracht. Auf Segways fahrend mussten die Teilnehmer ein für unser Mostviertel typisches Holzfass kommissionieren und zusammenbauen – mit Hilfe der Kommissioniermaske von MMS. Somit wurde auch der praktische Teil der Academy informativ und unterhaltend zugleich gestaltet. Im Anschluss an den Workshop gab es genug Zeit zum Austausch untereinander, die auch intensiv genutzt wurde.