Ist MMS ein MES System?

MES steht für Manufacturing Execution System. MES Systeme implementieren viele Funktionalitäten zur Steuerung der Produktion, die von Aufgaben der Sequenzplanung, Logistik, Instandhaltung und Produktion reichen. MMS implementiert einige Funktionen, welche typischerweise Teil des MES-Layers sind, geht aber einerseits viel tiefer in die Prozesslandschaft am Shop-Floor als klassische MES-Lösungen, andererseits fokussiert MMS auf den Bereich „Execution“ und implementiert daher keine Planungsfunktionen, wie die Sequenzplanung, die Personaleinsatzplanung usw. MMS ist daher für weichen Echtzeitbetrieb und 24/7 Einsatz in der Produktion ausgelegt und berücksichtigt erst in zweiter Linie Anwendungen in Planungsbüros. Wir bezeichnen MMS daher als Shop-Floor System.

Kann ich MMS an meine Produktion anpassen?

Das Produkt MMS ist Release-fähig und bietet eine große Menge an Konfigurationsmöglichkeiten und Programmierschnittstellen an, die es ermöglichen, MMS an die konkreten Anforderungen, welche sich speziell in Brownfields ergeben, anzupassen. Dies umfasst die Strukturen von Auftrags- und Qualitätsinformationen, Schnittstellen zu bestehenden Systemen und Anlagen in der Produktion, spezifische Produktionsprozesse usw. Customizing ist bei der Inbetriebsetzung von MMS ebenso wie z.B. bei der Einführung eines ERP-Systems erforderlich. Kon-Cept hat aus vergangenen Projekten viel an Erfahrung in diesen Prozess einzubringen. Viele dieser Erfahrungen sind auch in das Produkt MMS eingeflossen.

Ist MMS auf dem Stand der Technik?

Wir sind sehr innovativ und an vorderster Front dabei, wenn es darum geht, neue Prozesse und Technologien einzuführen. Die kommende MMS Version 4 wird eine Vielzahl neuer Technologien und Innovationen bringen. Bei aller Innovationsfreude muss ein ungestörter 24/7 Betrieb des Systems sichergestellt werden, was nur durch umfangreiche Tests und Pilotinstallationen sichergestellt werden kann, in denen unsere Innovationen auf den Prüfstand gestellt werden, bevor sie Teil des MMS Systems werden. Erwarten Sie bei Kon-Cept daher eine Mischung aus Freude an Innovationen gepaart mit dem nötigen Verantwortungsbewusstsein unseren Anwendern gegenüber.

Wie gehe ich bei einer MMS Einführung vor?

Die Einführung von MMS in Brownfields kann nur schrittweise erfolgen. Ein Big-Bang Ansatz ist im Regelfall weder realistisch noch erwünscht, da die Aufwände und Risiken nicht beherrschbar wären. Mit Ausnahme sehr einfacher Fälle, planen wir die Einführung von MMS gemeinsam mit unseren Kunden in mehreren Schritten, die überschaubar und kontrollierbar sind und legen daher großen Wert auf eine längerfristige intensive Zusammenarbeit mit unseren Kunden. Kon-Cept geht mit seinen Kunden immer ein Stück des Weges gemeinsam.

Muss ich bei einer MMS Einführung bestehende Systeme aufgeben?

Die Einführung von MMS muss sich ganz klar am zu erzielenden Return of Investment orientieren. Es macht nur dann Sinn, bestehende Systeme durch MMS abzulösen, wenn dies Vorteile mit sich bringt (einfachere Wartung, höhere Agilität, Verringerung der Komplexität, Erhöhung der Verfügbarkeit, Verringerung der Betriebskosten usw.). MMS ist modular aufgebaut, um sich möglichst flexibel in bestehende Infrastrukturen einzufügen und dort zusätzliche Funktionalität zu bringen, wo diese Vorteile mit sich bringt.

Wie gut skaliert MMS?

MMS ist heute in relativ kleinen Installationen (z.B. Vormontage von Heizleitungen bei einem Tier-Supplier), in großen Installationen (z. B. komplettes Fahrzeugwerk mit großer Stückzahl) und allem, was dazwischen liegt im Einsatz. Die Skalierbarkeit von MMS wird mit der Version 4 noch erheblich steigen. MMS kann auch mit physikalischer Hardware oder in virtuellen Umgebungen eingesetzt werden. Ebenso ist ein zentraler Rechenzentrumsbetrieb möglich.

Ich bin in der Produktion tätig. Muss ich durch MMS Nachteile befürchten?

In MMS wird an vielen Stellen der Begriff „Werkerführung“ verwendet. Wir verstehen MMS als ein Werkzeug, dass Mitarbeiter in der Produktion und Logistik bei Ihrer Tätigkeit unterstützen soll. MMS hilft, die Arbeit einfacher zu machen und nicht-wertschöpfende Aufgaben in das IT-System zu verlagern. Zudem hilft MMS dabei Fehler zu vermeiden und gibt so allen Beteiligten in der Fertigung mehr Sicherheit. Die Einführung von MMS ist nur dann erfolgreich möglich, wenn es gelingt, die Mitarbeiter in der Fertigung entsprechend abzuholen und positiv einzubinden, was wir durch ein „Bevormundungs-System“ nie erreichen könnten.

Kann MMS Werker überwachen?

Elektronische Systeme speichern Daten zentral und machen daher Abfragen zu speziellen Details sehr viel einfacher als Papier oder Excel. In vielen Fällen bringt diese Auswertbarkeit erwünschte Vorteile, da Probleme in der Fertigung einfacher und schneller analysiert und daher besser abgestellt werden können. Leider ist damit auch die Tür für zweifelhafte Auswertungen offen, was sich nie ganz verhindern lässt. Wir empfehlen daher, von Beginn an eine Unternehmensrichtlinie festzulegen, die exakt angibt, welche Auswertungen erlaubt und welche unerwünscht sind, um diesem Thema im Vorhinein zu begegnen.

Kostet MMS Arbeitsplätze?

Wir haben nach vielen Projekten noch nie erlebt, dass die Einführung von MMS Arbeitsplätze kostet. Wir meinen, dass eher das Gegenteil der Fall ist. MMS erhöht die Qualität der Produkte, senkt die Gesamtkosten in der Fertigung und bewirkt einen Quantensprung bei der Agilität. Produktionsbetriebe, die MMS einsetzen werden hierdurch erheblich konkurrenzfähiger und neigen eher dazu, weitere Mitarbeiter einzustellen.