Sequenzrechner modellieren und verwalten über Produktionsschritte die Perlenkette von Aufträgen. In den meisten Produktionslinien existieren jedoch Seitenlinien.

In der Endmontage sind dies typischerweise Vormontagelinien für Cockpits, Frontends oder den Antriebsstrang. Bei Vormontagelinien in der Endmontage ist typischerweise sicherzustellen, dass die Aufträge exakt in der Perlenkettensequenz eingesteuert werden.

Im Karosserierohbau sind dies typischerweise Linien, an denen das Dach oder die Seitenrahmen gefertigt werden. In diesem Szenario ist meistens eine Steuerung über Pufferinhalte oder einen Typmix entsprechend der Sequenz der Hauptlinie erforderlich. Zudem ist im Rohbau die Fertigung von Ersatzteilen zu berücksichtigen, welche im Regelfall nicht vom Sequenzrechner eingeplant wird.

Durch die Einsteuerung von Aufträgen an Seitenlinien sorgt MMS dafür, dass Stillstände, die durch das Abreißen des Teileflusses oder Verwirbelungen bedingt sind, vermieden werden. MMS kann somit beitragen, den Durchsatz speziell im Karosserierohbau erheblich zu steigern. Eine Steuerung durch MMS bringt umso mehr Gewinn, je mehr unterschiedliche Varianten gefertigt werden.