Die Teileverbauprüfung (TVP) findet immer dann Anwendung, wenn verschiedene Varianten eines Materials vorliegen (z.B. verschiedene Lambda-Sonden im Abgasstrang) und Verwechslungsgefahr besteht. Die Teileverbauprüfung stellt sicher, dass in jedes Fahrzeug abhängig von dessen Spezifikation das richtige Material verbaut wird. Durch konsequenten Einsatz der Teileverbauprüfung als Element von Poka Yoke Strategien werden Fehler durch Vergessen oder durch Verwechslung praktisch vollständig eliminiert. Dies senkt Qualitätsmängel und Nacharbeitsaufwände erheblich.

MMS implementiert unterschiedliche Varianten des Prozesses Teileverbauprüfung, die sich durch den Grad der Absicherung, aber auch durch ihren Aufwand unterscheiden.

Die einfachste Möglichkeit der Teileverbauprüfung, welche allerdings ohne Rückmeldung durch den Werker funktioniert, ist Anzeige der Materialnummer oder einer Behälterfarbe auf dem elektronischen Bauschein. Auch optionaler Verbau eines Materials kann hier dargestellt werden.

TVP2

Sollte diese Absicherung nicht ausreichen, so kann der Werker zusätzlich durch Pick-by-Light am Regal unterstützt werden, indem am Regalfach, aus dem das Material zu entnehmen ist, eine Lampe aufleuchtet. Pick-by-Light kann je nach Bedarf auch mit einer Prüfung versehen werden, sodass der Werker die Entnahme des Materials bestätigen muss, indem er z.B. einen Druckknopf am Regalfach drückt (alternativ kann auch ein Sensor, wie ein Lichtvorhang oder eine Wippe die Prüfung automatisch abzeichnen).

Als weitere Möglichkeit kann das Material mit einem Barcode (1D oder 2D) oder einem RFID-Chip versehen sein, auf dem die Materialnummer verzeichnet ist. Der Werker scannt nun den Inhalt des Barcodes oder RFID-Chips ein. MMS ermittelt die Materialnummer und prüft, ob diese in der Stückliste des Produktes enthalten ist. Wenn dies der Fall ist, so war die Prüfung erforderlich. Im Fall von JIS-Material kann auch eine Prüfung auf die Auftragsnummer oder Sequenznummer erfolgen.