In der MMS Business Logik laufen viele Prozesse parallel ab, welche zum Teil parallel auf die gleichen Daten zugreifen. Dies führt zu Themen des parallelen Zugriffs auf geteilte Ressourcen und macht die Erstellung der Business Logik extrem komplex. Um dieses Problem zu lösen und nicht dem Ersteller der Business Logik aufzubürden, arbeitet der BLH nach dem Pattern der Aktor-basierten Programmierung.

Jedes Transaktionsmodul beherbergt einen oder mehrere Aktoren. Aktoren werden bei Empfang einer Meldung synchron aufgerufen und arbeiten die in ihnen enthaltene Business Logik ab. Sie können ihren Status in der MMS Datenbank persistieren, weitere Nachrichten erzeugen oder weitere Instanzen von anderen Aktoren instanziieren. Aktoren legen keine Statusinformationen im Speicher ab und arbeiten daher völlig stateless. Jeder Aktor kann somit parallel mehrfach aufgerufen werden, ohne dass der Ersteller Rücksicht auf diese Parallelverarbeitung nehmen muss. Diese Verriegelung ist im Basisframework implementiert und bleibt vor dem Ersteller eines Transaktionsmoduls verborgen.

MMS wird mit einer umfangreichen Standard-Business Logik ausgeliefert. Es bietet auch einen Software Development Kit an, der es ermöglicht in Microsoft Visual Studio Transaktionsmodule zu erstellen und somit proprietäre Logik in das System einzubringen.